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01.11.2018 - Imkerverein Heidesheim

Der Imkerverein Heidesheim hat als erster Ingelheimer Verein, die OB-Kandidatin Eveline Breyer zu ihrem jährlichen Imkerfest eingeladen. In der netten Runde begeisterter Imker, wurde Frau Breyer und ihr Begleiter in das Thema „Bienen“ eingeführt. Der Vereinsvorsitzende Manfred Axtmann ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich die OB-Kandidatin eingehend mit Informationen rund um die Biene zu versehen.

Der Imkerverein Heidesheim besteht seit 1956. Er hat derzeit 52 Mitglieder, die ca. 150 Bienenvölker betreuen. Nach ihrem ersten Bienenfest auf dem neuen Vereinsgelände „Am Mühlborn“ (direkt neben der L428), wurden mittlerweile 40 neue Mitgliedsanträge gestellt. Das älteste Mitglied des Vereins, Jacob Weiß, ist 98 Jahre alt und war von Anfang an im Verein dabei.

Der Verein unterhält sogenannte Lehrbienenstände in Heidesheim, Budenheim und seit diesem Sommer auch in Ingelheim. Freitags wird am Ingelheimer Lehrbienenstand in der Zeit von 16:00 bis 17:00 Uhr, echter Ingelheimer/Heidesheimer Honig verkauft. Die rege Nachfrage zeigt das rege Interesse der Ingelheimer an „ihrem“ Honig.

Eines der größten Probleme der Imker ist die Pestizidbelastung des Bienenbrots, auch Perga genannt. Als Bienenbrot bezeichnet man die Blütenpollen, die die Bienen nach dem Sammeln nicht gleich verfüttern, sondern zunächst aufbewahren. Da sich frische Pollen nur wenige Tage halten, müssen dieser haltbar gemacht werden. Vermischt mit Speichel, Enzymen und Drüsensekreten sowie Honig werden die Pollen von den Bienen in Wabenzellen eingelagert. Es entstehen feste, sechseckige Platten – das Bienenbrot. Immer öfter weißt dieses Bienenbrot bei Untersuchungen, Rückstände von Pestiziden auf. Der Imkerverein wünscht sich, die Stadt Ingelheim würde in regelmäßigen Intervallen bestimmte Bienenstöcke, die repräsentativ für die Stadt Ingelheim und ihre neuen Ortsteile sind, Labortechnisch untersuchen lassen, um so die Pestizidbelastung dokumentieren und erforschen zu können.

Eveline Breyers Frage, ob es sinnvoll sei, Blühstreifen entlang der Landwirtschaftswege anzulegen, verneinte der Imker. „Es macht keinen Sinn neben bewirtschafteten Flächen diese Blumenstreifen anzulegen, solange der Landwirt oder Winzer seine Flächen mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln behandelt. Es sieht zwar für den Menschen schön aus, aber für die Bienen bringt das gar nichts.“ Sinnvoller wäre es, auf größeren brachliegenden Flächen Blumenwiesen auszusähen.

Michael Beaury interessierte es, ob Glyphosat, das ja zurzeit in aller Munde ist, für die Bienen problematisch sei. Der Vereinsvorsitzende Manfred Axtmann erklärte hierzu: „Glyphosat ist für die Bienen genauso schädlich, wie für alle anderen Lebewesen auch. Die von den "grünangehauchten" Winzern und Landwirten als absolut ökologisch propagierte Methode das Unkraut zwischen den Rebenzeilen oder Obstreihen mit großen Stahlbürsten (Walzen) zu entfernen, sei für alle Insekten noch schädlicher, da alle Pflanzen gnadenlos zerstört werden. Bei diesen beiden Alternativen ist es völlig gleich, welche man wählt. Beide Methoden schaden den Insekten gleichermaßen. “

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