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Die Farm

Bei herrlichem Frühlingswetter besuchte Frau Bürgermeisterin Eveline Breyer die Kinder- und Jugendfarm in Ingelheim. „Die Farm“ wie sie von allen genannt wird, ist nach der Beschreibung des Dipl.-Sozialpädagogen und Vereinsvorsitzenden Arne Drephal, eine Mischung aus Kinderbauernhof und Abenteuerspielplatz. Die Farm steht allen Kindern offen. Es gibt keine Mitgliedschaft und keine Eintrittsgebühr. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Zentrum des Konzeptes steht der Gedanke, einen einheitlichen, alle Sinne ansprechenden Lernprozess zu fördern.

Michael Beaury der die Besuche von Frau Breyer bei den Vereinen organisiert und begleitet, hatte zu diesem Besuch seinen 9-Jährigen Enkel Maximilian mitgebracht, der mit Begeisterung das Spielangebot auf dem Farmgelände wahrnahm. Für ihn war klar, sobald es etwas wärmer wird, möchte er zu den Öffnungszeiten (Donnerstag, Freitag und Samstag) in der Zeit von 15:00 bis 18:00 Uhr hier mal so richtig aktiv werden. Die Kinder können hier nach Lust und Laune entweder in den Büschen und Bäumen herumkriechen oder können sich an der Tierpflege beteiligen. Im Garten der Farm pflanzen die Kinder alles Mögliche an. Es gibt auch ein Farm-Café, in dem gespendeter Kuchen und Kaffee angeboten wird.

Das größte Problem des Vereins ist der fehlende Anschluss des Farmgeländes an die öffentliche Wasser- und Stromversorgung der Stadt. Alles Wasser was auf dem Gelände benötigt wird, wird mit Kanistern „von Hand“ aufs Gelände gebracht. Wenn man nun bedenkt, dass jedes der Ponys im Sommer pro Tag mindestens 70 Liter Wasser braucht, kann man sich vorstellen, was für eine Erleichterung es wäre, wenn hier Abhilfe geschaffen würde.

Ein weiteres Problem ist die Lange des Geländes am Rande des Naturschutzgebietes. Die Untere Naturschutzbehörde erlaubt es dem Verein nicht, ein festes Gebäude oder eine Holzhütte auf dem Gelände zu bauen. Bei schlechtem Wetter haben die Kinder keine Möglichkeit Schutz zu suchen.

Der Verein, der im Jahre 2009 gegründet wurde, feiert in diesem Sommer sein 10-jähriges Bestehen. Zur Betreuung der Kinder sind 10-15 ehrenamtliche Aktive im Verein. Im Sommer kommen durchschnittlich pro Tag ca. 15 Kinder auf die Farm. Die Kinder kommen vorwiegend aus Ingelheim, aber auch aus den Nachbargemeinden. Der Verein finanziert sich derzeit nur aus Spenden und wäre froh, wenn er von der Ehrenamtsförderung der Stadt profitieren könnte. Aber genau hier liegt das Problem. Die Ehrenamtsförderung errechnet sich immer aus der Anzahl der Mitglieder. Die Farm hat aber durch ihr Konzept der offenen Kinderbetreuung nur sehr wenige Vereinsmitglieder. Die vielen Kinder (ca. 3600 Besuche von Kindern im letzten Jahr) die über den ganzen Sommer zum Spielen kommen werden hierbei nicht berücksichtigt.

 

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