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Krankenhaus nicht so schnell aufgeben

Der Vorstand der Unimed habe Kooperationsmodelle, wie sie mit dem Krankenhaus Ingelheim bestehen, ausdrücklich als zukunftsweisend bezeichnet. Darauf verweist die CDU-Fraktion mit Blick auf ein umfassendes Interview in der AZ vom 14.2. (Lokalausgabe Mainz). Sie zitiert den neuen Finanzvorstand Dr. Elsner mit der Aussage: „Wir werden auch weiterhin Kooperationsmodelle anbieten, damit wir vermehrt Hochleistungsmedizin anbieten können“.

„Wir sind sehr erstaunt über diese Aussage. Man muss sich doch dann fragen, warum die Unimed das Krankenhaus Ingelheim nicht fort führt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Lakinger. Bei einer Schließung des Krankenhauses Ingelheim würden noch mehr Patienten der Grundversorgung die Unimed aufsuchen und würden, so die CDU, das Konzept der Unimed als Krankenhaus der Hochleistungsmedizin nur noch zusätzlich erschweren.

Immerhin betone auch die Unimed, das Krankenhaus in einen guten Zustand gebracht zu haben.  Es bestätige die Meinung der CDU, dass das Konzept richtig sei, aber bei der Umsetzung gravierende Fehler gemacht wurden. „Die Stadt Ingelheim kann einen Neustart der Unimed mit einem festen Geldbetrag unterstützen“, so Lakinger.

Sollte sich die im Aufsichtsrat entscheidende Landesregierung nicht dazu aufraffen können, das jüngst vom Vorstand als richtig bezeichnete Kooperationsmodell in Ingelheim fortzuführen, müsse sich die Stadt notgedrungen auch anderen Lösungen öffnen, so der weitere stellvertretende Vorsitzende Manfried Bajorat. „Unabdingbar ist für uns eine Notaufnahme, die rund um die Uhr besetzt ist. Genauso dringlich ist uns der Erhalt der Radiologie, die bereits heute sehr stark ausgelastet ist“.

Wichtig ist es nach Meinung des Fraktionsvorsitzenden Hans-Richard Palmen,  in größtmöglichem Umfang weitere ärztliche Angebote im Krankenhaus zusammen zu fassen. Eine solche Kooperation verschiedener medizinischer Disziplinen etwa in einem „Haus der Fachkliniken“, wäre nach seiner Meinung in Kombination mit einer Notaufnahme zwar keine optimale Lösung. Eine optimale Lösung wäre es, dass die Unimed das Krankenhaus auch im eigenen Interesse fortführe. Der größte Nachteil für die Ingelheimer Bevölkerung könne aber mit einem „Haus der Fachkliniken“ verhindert werden.

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