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09.12.2020 - Solarförderprogramm für Ingelheim

Eingereicht am: 09.12.2020
Antragsteller: CDU, Grüne, FWG/BLH
Dem Antrag zugestimmt: CDU, Grüne, FWG/BLH

Der Stadtrat beschließt, ein Solarförderprogramm für die Stadt Ingelheim aufzulegen. Mit dem Programm wird die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersystemen gefördert. Dabei sollen auch Balkon-Modulsysteme bzw. Stecker-Solargeräte ebenso wie Wandanlagen und auch Solarcarports mit gefördert werden. Im kommenden Haushalt werden zunächst 750.000 Euro bereitgestellt. Die Verwaltung wird gebeten, bis zum 30.11.2020 entsprechende Förderrichtlinien zur weiteren Beratung und Beschlussfassung zu erarbeiten.

Auf einem Großteil der für Photovoltaik geeigneten Dachflächen in Ingelheim sind bisher noch keine solchen Anlagen installiert. Wie man dem Solarkataster des Landkreises Mainz-Bingen entnehmen kann, eignen sich in Ingelheim sehr viele Dachflächen gut bzw. sehr gut für die Installation von Solaranlagen. Zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Ingelheim ist es daher geboten, für den Bau von Photovoltaikanlagen und dafür geeignete Speichersysteme weitere Anreize zu schaffen. Ein Förderprogramm für Photovoltaikanlagen sowie Stromspeichersysteme gibt es, im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen, in Ingelheim noch nicht.

Die Stadt könnte im Übrigen zur Erreichung Ihrer Klimaziele mit diesem Förderprogramm den Bau von Dachflächenanlagen vorrangig vor den neuerdings diskutierten Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen, die mit erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind, verfolgen. Die Förderung sollte zusätzlich zu anderen Förderungen für solche Anlagen möglich sein. Durch die Kombination ergibt sich eine zusätzliche Attraktivität für die Gebäudeeigentümer. Die Summe aus Fördergeldern darf aber die aufgebrachten Kosten der jeweiligen Anlage nicht überschreiten.

Vorgeschlagen wird eine Förderung mit bis zu 150 pro kWp für Photovoltaikanlagen, höchstens 2.000 Euro je Anlage, und zusätzlich bis zu 100 Euro pro kWh Speichervolumen für Batteriespeichersysteme. Bei einem Haushaltsansatz von 750.000 Euro könnten somit bis zu 500 Photovoltaikanlagen im Jahr gefördert werden.

Anmerkung:

Bei einer angenommen durchschnittlichen Anlagenleistung von 10 kWp je geförderter Anlage entspräche diese ungefähr einer Freiflächenanlage von 5 – 8 ha Ausdehnung (abhängig vom Wirkungsgrad der Anlage).

Batteriespeichersysteme werden vom Land bereits mit 100 Euro pro kWp gefördert, so dass hier eine zusätzliche Förderung von bis zu 100 Euro pro kWh durch die Stadt ausreichend wäre. In das Förderprogramm sollten ebenfalls Wand- oder Balkonsolarmodule/-anlagen und ähnliche Anlagen (z. B. Solarcarports) aufgenommen werden. Damit könnten z. B.  auch Mieter von einer Förderung zur Erzeugung von Solarstrom für den Eigenverbrauch in den Haushalten oder für die Einspeisung ins Netz profitieren.

Die Installation von Solarthermieanlagen bzw. Wärmekollektoren wird bereits über das bestehende Förder- und Bonusprogrammes für die energetische Wohngebäudesanierung der Stadt gefördert, so dass diese Anlagen nicht in das neue Förderprogramm aufgenommen werden müssen.

In dem von der Verwaltung zu erarbeitenden Förderprogramm wären die weiteren Rahmenbedingungen für die Förderung (u. a. max. Größe der zu fördernden Anlagen, Förderung nur bestimmter Batterie-Speicher, Auszahlungsbedingungen …) festzulegen.

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