„Für die Menschen in Ingelheim und Umgebung ist der Erhalt des Ingelheimer Krankenhauses von hohem Wert“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Richard Palmen. Deshalb hat die Fraktion ein klares und einstimmiges Votum zum Erhalt des Krankenhausstandortes Ingelheim mit einer Grund- und Regelversorgung zur Sicherstellung der medizinischen Nahversorgung der Bürger abgegeben.
Bekanntlich will die UniMed das Ingelheimer Krankenhaus vom bisherigen Betreiber Agaplesion übernehmen, wenn die Stadt Ingelheim hierzu einen Investitionsbeitrag in Höhe von 6 Mio. € und einen rückzahlbaren Betriebskostenzuschuss erbringt. „Die CDU stimmt dem Vorschlag grundsätzlich zu, auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind“, so der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Manfried Bajorat. Auch gegen eine Minderheitsbeteiligung mit beschränkter Haftung an der Betreibergesellschaft hat die CDU nichts einzuwenden, denn dadurch erhalte die Stadt einen Fuß in der Gesellschaft, ohne dass damit zusätzliche finanzielle Risiken verbunden sind.
„Jetzt müssen umgehend alle Voraussetzungen für die Weiterführung des Krankenhauses geschaffen werden“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Lakinger. Es sollten jetzt alle an einem Strang ziehen. Beispielweise sei dringend sicherzustellen, dass das Sozialministerium und das Finanzministerium das Konzept voll unterstützen. Denn das Engagement der Stadt sei nur möglich, wenn das Ingelheimer Krankenhauses tatsächlich erhalten werde.
Nach Sicherstellung des Krankenhausbetriebs in Ingelheim geht die CDU noch einen Schritt weiter und setzt sich für eine unverzügliche Prüfung eines möglichen Neubaus des Krankenhauses ein. Hauptargumente waren neben der baulichen Qualität die derzeitige Verkehrsanbindung und die unzureichenden Parkmöglichkeiten für Besucher, wie auch für die Anwohner. Hubertus Stawik gab zu bedenken: „Zurzeit quält sich bei Notfällen der Krankenwagen zeitaufwendig und damit viel zu lange durch den dichten Ingelheimer Verkehr.“

In ihrem Neujahrsgruß an die Mitglieder der CDU Ingelheim stellte die Landtagsabgeordnete Dorothea Schäfer den Erhalt des Ingelheimer Krankenhauses in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. Das Krankenhaus sei für die Grundversorgung wie auch für den ärztlichen Bereitschaftsdienst außerordentlich wichtig. Sie hofft, dass bald eine Abstimmung aller Mainzer Ministerien zur Übernahme des Krankenhauses durch die Universitätsmedizin erfolgt, damit seine Zukunft gesichert wird.
10,6Mio € ohne Mehrwertsteuer und ohne Grundstückskosten sind nach Meinung der CDU nicht erforderlich, um im ehemaligen Winzerkeller eine attraktive Vinothek und einer gehobenen Ansprüchen gerecht werdende Gastronomie mit Veranstaltungsräumen zu realisieren. Der Stadtrat hat nach Mitteilung des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Sascha Lakinger vor einem Jahr aufgrund einer fortgeschriebenen und optimierten Kostenberechnung 9,3 Mio. € bewilligt und dabei eine Kostenerhöhung von 1,3 Mio. € netto mitgetragen. Dies ist schon damals der CDU-Fraktion nicht leicht gefallen. Dabei durfte, so Lakinger, der Rat davon ausgehen, dass dieser Betrag auch ausreichen würde. Die Planer hätten vor der Sitzung des Stadtrates ausdrücklich erklärt, der Bedarf sei konservativ gerechnet. Der Projektsteuerer zeigte zudem Einsparmöglichkeiten auf, die nach Auffassung der CDU als Puffer hätten verwendet werden können.