„Wir bedauern sehr, dass es zumindest zunächst keine Gefahrenabwehrverordnung in Ingelheim geben wird“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Richard Palmen. Im Haupt- und Finanzausschuss am 5.6.2018 warb Palmen für das Anliegen der CDU: „Mein Ziel ist es, Sie davon zu überzeugen, dass eine Gefahrenabwehrverordnung den Bürgern mehr Sicherheit und mehr Sauberkeit bringen wird und Sie keine Sorgen zu haben brauchen vor einer Gängelung freier Bürger“.
Alleiniges Ziel sei es, die Bürger unserer Stadt vor Belästigungen und Störungen zu schützen und den Verschmutzungen und Sachbeschädigungen Einhalt zu bieten, so wie es in fast allen Städten vergleichbarer Größe durch eine Gefahrenabwehrverordnung geschehe.
Allein die Anzahl der zur Anzeige gelangten Ruhestörungen und Anpöbeleien im Zentrumsbereich Ingelheim zwischen Februar 2017 und 2018 habe bei 50 gelegen. Hinzu komme eine erhebliche Dunkelziffer. Wenn ein Platz in einer Stadt zunehmend verdrecke, dann laute die Botschaft: „Hier kann man tun und lassen, was man will“.
Die CDU begrüßt die von Bürgermeisterin Breyer vorgenommen Verstärkung der Ordnungskräfte und den Einsatz von Streetworkern. Ohne die Schaffung von Zuständigkeiten durch die Verordnung könnten die Ordnungskräfte aber nur eingeschränkt handeln.
Palmen wehrte sich gegen abwertende Begriffe wie Law and Order: „ Das Recht ist für die Schwachen da. Google, Facebook und Amazon kämen ganz gut ohne Gesetze aus. Sie setzen sich schon durch. Aber die kleinen Leute brauchen den Schutz durch unser Recht, auch in unserer Stadt“.
Dennoch lehnten alle anderen Fraktionen zum Bedauern der CDU den Antrag ab. Die Aussage anderer Fraktionen, dass sie nur „derzeit keinen Ansatz für eine Gefahrenabwehrverordnung“ sehen, lässt die CDU hoffen, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Mehrheit finden werde. Man werde darauf zurückkommen. Die CDU ist auch „für jede Teillösung offen, die uns wenigstens ein Stück voranbringt“, so Palmen.

Einstimmig wurde Eveline Breyer am 17. Mai zur OB Kandidatin der CDU für die Oberbürgermeister-Wahl in 2019 nominiert. Hubertus Stawik, der Ingelheimer CDU Vorsitzende, beglückwünschte die Kandidatin zur Wahl und versprach einen fairen Wahlkampf. „Für mich buchstabiert sich Evi als ehrlich, vorbildlich fleißig, ideologiefrei.“ Sie sei eine „echte Ingelheimerin“ und werde dafür Sorge tragen, die nach der Eingemeindung von Heidesheim und Wackernheim 10 Stadt- und Ortsteile weiter nach vorne zu bringen. 

Im Rahmen ihrer „ZuhörTour“ machte die CDU Ingelheim diesmal im Ratssaal der Verbandsgemeinde Heidesheim Station. Nachdem das letzte Bürgergespräch der „ZuhörTour“ im April in Wackernheim gut besucht war, konnten der CDU Vorsitzende Hubertus Stawik und Bürgermeisterin Eveline Breyer knapp 30 interessierte Bürger begrüßen. Durch das gewählte Workshop-Format wurden schnell viele Themen, die die Bürger konkret bewegen, zusammengetragen und in einer anschließenden von Dominik Schleuss geführten Moderationsrunde diskutiert. Hierbei hatten die Bürger dann auch Gelegenheit, die Sichtweise der CDU Ingelheim bei anwesenden Ratsmitgliedern und Amtsträgern zu erfahren und konkret nachzufragen.
wohl gehört, auch wenn es keine Ausschüsse dort mehr gäbe, sei die Beratung doch sehr wichtig. Die Schaffung eines Bürgerbüros als erste Anlaufstelle in Wackernheim und Heidesheim sei beschlossen, über die Öffnungszeiten und Besetzung müsse noch geredet werden.
Mehrere Besucher fragten nach den neuen Fördermöglichkeiten für Vereine durch die „wohlhabende“ Stadt Ingelheim. Insgesamt hat Ingelheim derzeit weit über eine halbe Million Euro pro Jahr im Haushalt für Vereinsförderung. Im Zuge der Fusion ist von einer Erhöhung dieses Budgets auszugehen. Irene Hilgert und Eveline Breyer stellten die einzelnen Fördermöglichkeiten für Sport und Kulturvereine vor, wo die Stadt einzelne Aktivitäten mit Zuschüssen von 10-50% unterstützt. Auf der Homepage der Stadt Ingelheim finden sich hierzu vertiefende Informationen. Um Vereine nachhaltig zu unterstützen, hat die CDU Ingelheim mit Peter Geisenhof aus Heidesheim einen ehrenamtlichen Ansprechpartner bestellt, der mit Rat und Tat den Vereinen zur Seite stehen wird.