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Die CDU Ingelheim hat sich kürzlich mit dem Thema "Notarzteinsatzfahrzeug" (NEF) befasst. Nach der leider unvermeidlichen Schließung des Krankenhauses ist Ingelheim nun auch - im Rahmen einer geplanten Neustrukturierung der Notarztwachen in Rheinhessen - als Standort eines NFZ akut gefährdet.

Dies kann nicht auch noch hingenommen werden, da in einem Notfall (Herzinfarkt, Schlaganfall, schwerer Unfall) ein Notarzt aus Mainz oder Bingen anfahren müsste und so die entscheidenden Minuten zur Rettung eines Menschenlebens verloren gehen können. Die CDU fordert die verantwortlichen Stellen bei Stadt und Landkreis auf, unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Ingelheim langfristig als Standort eines NEF´s zu erhalten.

Die CDU ist der Meinung, dass die Kommunalverwaltungen dies der Ingelheimer Bevölkerung im Sinne einer umfassenden Daseinsvorsorge schuldig sind.

„Die Entwicklung Ingelheims zur „Gesundheitsstadt“ gewinnt durch die Schließung des Ingelheimer Krankenhauses besondere Dringlichkeit“, so Sascha Lakinger CDU-Fraktionsvorsitzender

Die Entwicklung Ingelheims zu einer Gesundheitsstadt bietet gerade jetzt die Chance möglichst schnell wieder eine tragfähige, zukunftsweisende Alternative zum Krankenhaus, etwa in Form eines intersektoralen Gesundheitszentrums in Ingelheim, anzusiedeln.

Ingelheim besitzt nach wie vor eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Gesundheitsdienstleistern, die es zu vernetzen gilt. „Hier werden wir beantragen, dass die Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt sich aktiv darum kümmern“, so Hans-Christian Fröhlich, CDU-Stadtverbandsvorsitzender. „Die Stadt soll Gespräche anstoßen, einen Rahmen zur Verfügung stellen und damit die Initiative zur Schaffung eines Netzwerkes fördern“, so Fröhlich weiter.

Eingebettet in ein Gesamtkonzept Gesundheit wird eine Ansiedlung von weiteren Gesundheitsdienstleistern, wie z.B. einem Intersektoralen Gesundheitszentrums deutlich attraktiver.

Über die Vorgänge bezüglich der Vergütung des Notfalleinsatzfahrzeuges zeigt sich die CDU-Fraktion sehr verwundert. Schließlich habe man im Stadtrat am 26.10.2020 auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, „…. ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen, um offene Rechnungen für den Betrieb des Notarzteinsatzfahrzeugs zu begleichen und damit den Betrieb desselben wiederaufnehmen zu können.“ Dies war die Voraussetzung für die Notarztbörse den Betrieb fortzuführen. Das der Stadtrat dann durch die Recherche der AZ erfahren musste, dass die, durch die Verwaltung zu verantwortende Vertragsgestaltung eine gesamthafte Auszahlung verhindert, ist befremdlich. Wir werden daher in der nächste Haupt- und Finanzausschusssitzung dieses Thema ausführlich hinterfragen. Die CDU-Fraktion hofft, dass der Oberbürgermeister vollumfänglich erklären kann, warum es keine Alternative zu dieser Vertragsgestaltung gab.

Die Geschichte des Ingelheimer Krankenhauses in den letzten Jahren gleicht einem emotionalen Wechselbad zwischen Hoffen und Bangen um den Erhalt des Medizinstandortes. »Vier verschiedene Träger in den vergangenen fünf Jahren – trotz aller Anstrengungen von Seiten der Stadt Ingelheim ist es letztlich nicht gelungen, ein langfristiges und wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu etablieren«, bedauert Ingelheims CDU-Chef Hans-Christian Fröhlich.

Um neue Möglichkeiten zur Sicherstellung der wohnortnahen medizinischen Versorgung auszuloten, hat der hiesige Landtagsabgeordnete Thomas Barth (CDU) eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. »Mir ging es dabei vor allem darum, zu erfahren, welche Alternativen sich nach der Schließung des Krankenhauses künftig für die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Ingelheims ergeben«. Die Antwort liegt nun vor: Daraus geht hervor, dass die Landesregierung die Sicherung der flächendeckenden und wohnortnahen stationären Grundversorgung durch die Schließung des Ingelheimer Krankenhauses nicht beeinträchtigt sieht, »da alternative Krankenhäuser in guter Erreichbarkeit für die Bevölkerung zur Verfügung stehen«.

Wenn die Landesregierung, wie sie nun sagt, aufgrund der »hohen Versorgungsdichte in der Region und der guten Erreichbarkeit der bestehenden Krankenhäuser« keine Notwendigkeit sieht, »neue Möglichkeiten für die Bevölkerung« der medizinischen Versorgung in Ingelheim zu schaffen, dann stellt sich die Frage, warum das Krankenhaus überhaupt im Krankenhausplan stand«, gibt Hans-Christian Fröhlich zu bedenken. Denn darin wurde dem Krankenhaus Ingelheim die Funktion eines Krankenhauses der Grundversorgung zugewiesen und vom Land ein entsprechender Versorgungsplan erteilt.

»Es ist sehr bedauerlich, dass immer mehr Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung nicht mehr überlebensfähig sind. Wir brauchen dringend eine Vernetzung der Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in unserer Stadt Ingelheim, mit dem Ziel eine tragfähige, zukunftsweisende Alternative zum Krankenhaus etwa in Form eines Intersektoralen Gesundheitszentrums zu schaffen. Eingebettet in ein Gesamtkonzept Gesundheit wird eine Ansiedlung einer solchen Einrichtung deutlich attraktiver“, so Fraktionsvorsitzender Sascha Lakinger.

„In jedem Fall ist eine Notarztversorgung für Ingelheim unumgänglich!“, so der Fraktionsvorsitzende der Ingelheimer CDU weiter.

»Die wohnortnahe medizinische Grundversorgung ist ein wesentliches Element der Daseinsfürsorge. Deshalb ist es jetzt wichtig, neue und realistische Perspektiven aufzuzeigen, wie und in welcher Form die medizinische Versorgung in Ingelheim weiterhin gewährleistet und sichergestellt werden kann«, so Thomas Barth abschließend.

Im Zuge des erneuten Corona-Lockdowns steht der stationäre Einzelhandel derzeit vor existenziellen Problemen. Das Überleben der Einzelhändler ist eine wichtige Voraussetzung für die Lebensqualität in unserer Stadt. Viele Einzelhändler haben erkannt, dass ergänzend zu ihrem stationären Angebot andere, zum Beispiel Online-Angebote, Abholmöglichkeiten oder Bringdienste eine gewisse Hilfe sein können.

Die CDU Ingelheim fordert daher die Stadtverwaltung auf, dem Einzelhandel konkrete Hilfen anzubieten. In einer Anfrage will die CDU Fraktion wissen, ob es Gespräche mit den Einzelhändlern und mit Ingelheim Aktiv gäbe und ob die Wirtschaftsförderung wie in Bingen eine Meldeplattform für lokalen Einkauf anbietet oder plant, das Angebot www.ingelheim.help von Ingelheim Aktiv intensiv zu unterstützen, bzw. zu erweitern.

„Wir müssen dringend mehr tun, um Gewerbetreibende in Ingelheim zu unterstützen. Sie brauchen Beratung in Bezug auf eine Flexibilisierung ihrer Geschäftsmodelle und eine stärkere Digitalisierung. Da muss die Stadt auch zusammen mit Ingelheim Aktiv und der IHK Beratungsangebote ausfindig machen und Hilfestellung leisten, und bei Bedarf diese  Beratungen auch finanziell unterstützen,“ erklärte Hans-Christian Fröhlich, der Vorsitzende der CDU Ingelheim.  Der CDU Fraktionsvorsitzende Sascha Lakinger ergänzte: “Es ist einfach gesagt, dass der Einzelhandel „digitaler“ werden muss, doch dabei benötigen viele bei der Umsetzung individuelle Hilfestellung, um am Ende auch erfolgreich zu sein. “

Seit langer Zeit warten die Bürgerinnen und Bürger in Niederingelheim auf ein eigenes Stadtteilhaus. Nach Vorstellung der CDU – unterstützt von ihren Kooperationspartnern Bündnis 90 Die Grünen und FWG/BLH soll dies schnellstmöglich auf dem Gelände des St. Kilianhauses, idealerweise zusammen mit einer Kindertagesstätte realisiert werden.

Einer weitergehenden Prüfung alternativer Standorte, die die Stadtverwaltung ins Spiel gebracht hatte, erteilte CDU-Ausschussmitglied Andreas Ritz im Bau- und Planungsausschuss am 8. Dezember eine klare Absage. Die anderen in der Diskussion stehenden Standorte Alte Markthalle oder Schuhhaus Schweikhard könnten zum Beispiel nicht mit einer Kindertagesstätte kombiniert werden.

Die katholische Kirchengemeinde würde der Stadt das notwendige Grundstück in der Ottonenstraße zur Verfügung stellen.

Über einen Mietvertrag könnte die Kirche nach Fertigstellung des Stadtteilhauses dann einige Räume für den eigenen Bedarf von der Stadt mieten. Somit würde auch den Interessen und Bedürfnissen der Kirchengemeinde Rechnung getragen.

Die CDU bittet die Verwaltung, auf Basis der vorliegenden Konditionen etwaige noch offenen Punkte zügig zu klären und dem Stadtrat das Verhandlungsergebnis Anfang des nächsten Jahres zur Entscheidung vorzulegen, damit sich das Projekt nicht noch weiter verzögert.

Manfried Bajorat, der stellvertretende CDU Fraktionsvorsitzende, sieht dieses Vorgehen als absolute Win-Win Situation für die Stadt: „Nieder-Ingelheim ist der bevölkerungsreichste Stadtteil mit mehr als 9000 Einwohnern. Wir wollen ihn aufwerten durch ein Haus, in dem man sich begegnet, gemeinsam etwas auf die Beine stellt und Gemeinschaft lebt. Es wird für alle Generationen Angebote geben sowie Vereinen, freien Gruppen und allen Ingelheimern ringsum ein zweites Zuhause bieten. Dies ist der CDU schon seit Jahren ein Anliegen für Nieder-Ingelheim.“